Was bedeutet eigentlich Komplementärmedizin? Am einfachsten gesagt, heisst es, dass die Methoden aus diesem Bereich die Schulmedizin ergänzen oder eben komplettieren. Seit in der Schweiz über dieses Thema abgestimmt wurde, werden gewisse Methoden der Komplementärmedizin unter Erfüllung von Bedingungen auch von der Krankenkasse übernommen. Das ist weltweit einzigartig und zeigt, dass der Bevölkerung hierzulande eine ganzheitliche Sicht auf die Gesundheit am Herzen liegt. Eine Einstellung, die auch viele Bechterew-Betroffene aus gutem Grund teilen. Oder wie es Lilian Nagy auf den Punkt bringt: «Der Schlüssel zu ganzheitlichem Wohlbefinden und im Umgang mit Schmerz ist im achtsamen Umgang mit sich selbst.»
Sie ist eine Expertin sowohl in der Sache ihrer eigenen Gesundheit wie auch in der Komplementärmedizin. Das SVMB-Mitglied aus Meilen am Zürichsee beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit den unterschiedlichsten Ansätzen und Methoden der Komplementärmedizin – von Bewegungslehren und körperlichen Methoden wie Tai-Chi und Shiatsu über verschiedene Formen der Meditation bis hin zu Achtsamkeits- und Entspannungstechniken. Sie ist heute selbstständig an ihrem Wohnort tätig und unterstützt zudem die Klinik Hohenegg, die sich ebenfalls in Meilen ZH befindet, bei verschiedenen Therapieangeboten.